Küstennebel

Küstennebel - Leute

Das weite Land mit den vielen Kühen, ungezählten Windrädern und dem blau-weißen Himmel darüber zieht viele Künstler, Aussteiger und Individualisten an. Eigen sind aber auch die Einheimischen, deren „herzliche Wortkargheit“ beinahe sprichwörtlich ist. So heißt es, dass man in Norddeutschland mit nur einem Wort alles Wichtige sagen kann. Dieser eine Ausdruck heißt:“Moin”.
Schweigen war auch die erste Sprache an Bord. Vor allem das Krabbenfischen hat an der deutschen Nordseeküste eine lange Tradition und ist ein Knochenjob. Wenn man den ganzen Tag zu zweit auf See ist, ist schnell alles gesagt. Heutzutage nehmen viele Kutterkapitäne auch Touristen mit zum Fang und so wird an Bord ununterbrochen erklärt und erzählt. Den Gästen wird allerlei Wissenswertes rund um Fischerei, über Greetsiel, die Seehunde,Küstennebel die Naturschutzgebiete und natürlich auch die Probleme der alten Zunft näher gebracht. Auf der Heimfahrt in den Hafen wird dann das Seemansgarn ausgepackt, der Fang des Tages gepult und manch eine Beute direkt noch an Bord verspeist. Durchgepustet von der Meeresbrise freut man sich an Land auf einen aromatischen Likör oder einen Tee, der hier fast so zeremoniell zubereitet wird, wie in asiatischen Teehäusern.
Die Friesen sind aber nicht nur eigen, wenn es um Kluntjes und ihr Heißgetränk geht, sie pflegen auch ihre Kultur und Sprache mit Hingabe. So kann man nicht nur in weiten Teilen Norddeutschlands das wohlklingende Platt hören (aber bei weitem nicht verstehen), sondern auch auf Orts- und Hinweisschildern lesen und ist gern gesehener Gast bei traditionellen Brauchtümern und Festen, die an Geselligkeit wohl ihresgleichen suchen.